sentence
stringlengths
8
11k
Wird mit digitalen Kameras gedreht, entfallen die Arbeitsschritte Filmentwicklung und Scannen.
Nach dem Schnitt erfolgt die Farbbestimmung: Ein Colorist digitalisiert erneut auf einem Filmscanner diejenigen Teile des Negativs, die in der Schnittfassung vorkommen und gibt dem Film dabei seinen sogenannten „Look“.
Die endgültige Bildfassung wird auf 35-mm-Film ausbelichtet.
Davon wiederum wird, ergänzt um die Lichttonspur, eine Nullkopie gezogen, das erste vorführbereite Filmpositiv.
Nach einer Testvorführung der Nullkopie und gegebenenfalls Farbkorrekturen im Entwicklungsprozess hat man schließlich einen Master, von dem Kopien gezogen und in den Kinos gezeigt werden können.
Parallel dazu läuft üblicherweise die Vermarktung des entstehenden Films an. Filmverwertung.
Schließlich erfolgt die Verwertung des Films.
Zu welchem Zeitpunkt der Kino- oder Fernsehfilm in die Kinos bzw. ins Fernsehen kommt oder etwa auf DVD bzw.
Blu-ray veröffentlicht wird, hängt unter anderem auch vom Wettbewerbsumfeld ab.
So werden für den Kinostart vor allem die Veröffentlichungszeiträume konkurrierender Tentpole-Releases gemieden.
Auch zu überregionalen Großereignissen wie etwa Fußball-Weltmeisterschaften werden üblicherweise keine wichtigen Kinostarts angesetzt.
Als umsatzstark gelten hingegen Ferientermine, vor allem um Weihnachten und Ostern.
Neben einer entsprechenden Marketing-Kampagne für den Film (z. B. Fernseh-, Online-, Plakat- und Radiowerbung, Filmplakate in Kinos, Trailer in der Kinovorschau, Filmwebsite etc.) beginnen die marketingrelevanten Überlegungen bereits in der Stoffentwicklung.
Als besonders umsatzstark gelten Four-Quadrant Movies, die Zuschauer aller Geschlechter und Altersstufen ansprechen.
Mittlerweile geben Streaming-Plattformen wie Marktführer Netflix Eigenproduktionen (z. B.
The Irishman) in Auftrag, die exklusiv nur von zahlenden Abonnenten zu sehen sind, oder nur für ein kleines Zeitfenster in Kinos gezeigt werden.
Koproduktion.
Wird ein Film in Ko- oder Gemeinschaftsproduktion hergestellt, so arbeiten mehrere Filmproduktionsgesellschaften aus einem oder mehreren Ländern gemeinsam an einem Filmprojekt.
Koproduktionen werden meist dann gegenüber einer Alleinproduktion eines einzelnen Produzenten bevorzugt, wenn die zur Herstellung des Films notwendigen Ressourcen (z. B. Technik, finanzielle Mittel) alleine nicht aufgebracht werden können.
Bei einer Ko- oder Gemeinschaftsproduktion kann nach Mehrheits- bzw.
Majoritäts- und Minderheits- bzw.
Minoritätsproduzent unterschieden werden.
Der Haupt- bzw.
Mehrheitsproduzent ist jene Filmproduktionsgesellschaft, die den größten Teil der finanziellen Mittel bereitstellt und daher im Regelfall auch das größte Mitspracherecht bei der Gestaltung der Filmproduktion, etwa der Besetzung der Rollen und Auswahl des Produktionsteams, besitzt.
Minderheitsproduzenten wird in der Regel je nach Höhe der finanziellen Beteiligung an einer Produktion ein gewisses Mitentscheidungsrecht gewährt.
Art und Ausmaß der Beteiligung von Minderheitsproduzenten sind auch bei der Verteilung der Erlöse und Gewinne bei der Verwertung der Filme entscheidend.
Zudem wird eine Filmproduktion in der Regel dem Land zugerechnet, in dem der Mehrheits- bzw.
Hauptproduzent seinen Sitz hat.
Dies ist in der Statistik und bei manchen Filmfestivals von Bedeutung.
In Europa sind internationale Koproduktionen weit verbreitet.
Sie machen zwischen 25 und 30 Prozent der europäischen Filmproduktion aus.
Am größten ist ihr Anteil an der gesamten Filmproduktion in den kleineren Ländern, die in der Regel über weniger finanzstarke Filmgesellschaften verfügen.
Aufgrund der Häufigkeit der internationalen Zusammenarbeit existieren zahlreiche Filmabkommen, die die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg auch bürokratisch und organisatorisch erleichtern sollen.
Für die EU-Staaten besteht seit 1992 das "Europäische Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktion von Kinofilmen".
Daneben existieren zahlreiche bilaterale Abkommen, wie das vielfach angewandte Koproduktionsabkommen Österreich – Deutschland.
Nachhaltigkeit.
Auch in der Film- und Fernsehproduktion wird mit Blick auf nachhaltige Entwicklung schrittweise umgedacht. 2017 wurden Strategien zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung durch Filme entwickelt, als sich mehrere Produktionsfirmen, Fernsehsender und Filmförderer zur von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (...
Mitglieder sind unter anderen Bavaria Fiction, Constantin, UFA, Ziegler Film, die Deutsche Filmakademie, FFHSH, die Fernsehsender ARD, ZDF, RTL, ProSiebenSat.1 Media und Sky.
Anfang des Jahres 2020 legte der Arbeitskreis dem Bundesministerium für Kultur und Medien das Konzept "Nationaler Grüner Drehpasss" vor.
Auf der Berlinale wurde bekannt gegeben, einhundert grünen Produktionen in den Jahren 2020 und 2021 umsetzen zu wollen.
Im Jahr 2022 soll ausgewertet werden.
Grünes Drehen („Green Shooting“) bedeutet, dass während des gesamten Produktionsprozesses des Films der Energie- und Ressourcenverbrauch sowie der ökologische Fußabdruck minimiert werden sollen.
Dies kann vor allem in den Bereichen Energie und Transport, Abfall, Verpflegung, Papier, Kleidung und Kosmetik erreicht werden, aber auch energiesparende (Beleuchtungs-)Technologie, Ökostrom, recycelbare Requisiten für Filmsets, die Verwendung von Naturkosmetik und Bereitstellung lokaler, saisonaler Mahlzeiten und wied...
Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel so weit wie möglich, die Vermeidung von Flug- und Fernreisen sowie die Planung von Orten mit unnötigem Hin- und Herfahren sind ebenfalls wesentliche Bereiche.
Einer der ersten klimaneutral hergestellten Filme ist I Want to Run von 2011.
Supachai Panitchpakdi (, RTGS: Supphachai Phanitchaphak; * 30.
Mai 1946 in Bangkok) ist ein thailändischer Ökonom und Politiker (Demokratische Partei).
Er war von 2002 bis 2005 Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO).
Von 2005 bis 2013 war er Generalsekretär der Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD).
Ausbildung.
Supachai erhielt seine Ausbildung am St. Gabriel’s College und der Triam Udom School in Bangkok.
Anschließend studierte er an der "Netherlands School of Economics", der heutigen Erasmus-Universität Rotterdam, Ökonometrie mit Fokus auf Entwicklungsplanung.
Er schloss mit einem Mastergrad ab. 1973 promovierte er im Bereich Personalplanung und -entwicklung.
Sein Doktorvater war der Nobelpreisträger Jan Tinbergen.
Karriere. 1974 begann er für die Bank von Thailand, die thailändische Zentralbank, zu arbeiten.
Er war in der Forschungsabteilung, in der Sparte internationale Finanzen und in der Abteilung für Bankenaufsicht tätig. 1986 wurde er als Mitglied der Demokratischen Partei ins Parlament gewählt.
Ministerpräsident Prem Tinsulanonda berief ihn zum stellvertretenden Finanzminister. 1988 verließ er die Politik vorübergehend wieder und wurde Mitglied des Direktoriums und später Präsident der Thai Military Bank. 1992 kehrte er in die Politik zurück, wurde zum Senator ernannt sowie stellvertretender Ministerpräsident...
Sein Aufgabenfeld war die Wirtschafts- und Handelspolitik.
In dieser Position vertrat er Thailand bei der Unterzeichnung des Marrakesch-Abkommens der Uruguay-Runde, das die WTO ins Leben rief.
Außerdem war er an der Vertiefung der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC), der ASEAN und des Asia-Europe Meetings (ASEM) beteiligt. 1995 bis 1997 war seine Partei in der Opposition.
In der zweiten Regierung Chuan Leekpais war er wieder stellvertretender Ministerpräsident und außerdem Handelsminister.
Nach dem erneuten Regierungswechsel 2001 wurde er Gastprofessor am International Institute for Management Development (IMD) in Lausanne.
In dieser Zeit verfasste er mehrere Bücher über Globalisierung und Welthandel.
Als Nachfolger Mike Moores wurde er 2002 Generaldirektor der WTO. 2005 löste ihn Pascal Lamy ab. Seit 1.
September 2005 hat er das Amt des Generalsekretärs der UN-Konferenz über Handel und Entwicklung (UNCTAD) inne.
Nach dem Militärputsch in Thailand im September 2006 war er als möglicher Chef einer zivilen Übergangsregierung im Gespräch.
Er blieb jedoch bei der UNCTAD.
Die ASEAN zeichnete Supachai 2012 mit dem ersten großen Preis des Asia Cosmopolitan Awards aus.
September 2013 wurde er als UNCTAD-Generalsekretär von Mukhisa Kituyi aus Kenia abgelöst.
Privates.
Supachai ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter.
Die Galatabrücke (türkisch "Galata Köprüsü") überquert das ins Marmarameer mündende Goldene Horn an der europäischen Seite des Bosporus zwischen den Istanbuler Vierteln Eminönü im Stadtbezirk Fatih und Karaköy (Galata) im Stadtbezirk Beyoglu.
Beschreibung.
Die heutige, 1992 eröffnete Brücke ist, anders als ihre schwimmenden Vorgänger, die erste fest im Untergrund verankerte Brücke an dieser Stelle und die erste Klappbrücke am Goldenen Horn.
Die Stahlkonstruktion ist insgesamt 466 m lang und 42 m breit.
Sie hat in der Mitte zwei Straßenbahngleise auf einem eigenen Gleiskörper, die von je drei Fahrspuren für Kfz flankiert werden.
Der Gehweg auf der dem Bosporus zugewandten Seite ist 7,5 m breit, der Gehweg auf der anderen, dem Goldenen Horn zugewandten Seite ist 5,5 m breit.
Sie hat – wie früher – ein knapp über dem Wasser liegendes Untergeschoss mit Restaurants, Cafés und Geschäften, die zusammen 6000 m² gewerbliche Flächen haben.
Unter der von 114 Pfeilern getragenen Brücke kann das Wasser fast ungehindert zirkulieren, was wesentlich zur Verbesserung der Wasserqualität im Goldenen Horn beigetragen hat.
In der Mitte der Brücke befindet sich eine Klappbrücke mit einer 80 m weiten Öffnung mit 6 m lichter Höhe, durch die die üblichen Fährschiffe jederzeit ungehindert passieren können, die für größere Schiffe aber – in der Regel nachts – geöffnet werden kann.
Die Klappbrücke ist von zwei großen Bauwerken eingerahmt, in denen sich die Steuerung der Klappflügel und ihre Gegengewichte befinden.
Die Klappbrücke hat vier Flügel (zwei für jede Fahrbahnhälfte), die von ihrer Achse bis zur Spitze 46 m lang sind.
Zusammen mit ihrem 11 m langen Gegenarm sind sie insgesamt 57 m lang. Wegen der unterschiedlich breiten Gehwege sind die Flügel der einen Seite 20 m, die der anderen Seite 22 m breit.
Die Galatabrücke wurde nach einem Entwurf von Fritz Leonhardt von einem Konsortium aus der türkischen STFA Group und Thyssen errichtet.
Nach einigen Jahren hatte sie Probleme mit der Klappmechanik, weshalb sie zwei Jahre nicht geöffnet werden konnte.
Die Klappflügel mussten deshalb zur Reparatur zwischen 2000 und 2001 vorübergehend ausgebaut werden.
Nachdem die unter der Fahrbahn gelegenen Geschäftsflächen lange ungenutzt leergestanden hatten, ist seit 2002 auch dieser Teil der Brücke in Betrieb. 2003 wurde die Verlängerung der bestehenden Straßenbahn über die Galatabrücke in die Neustadt weitergeführt, so dass die Nutzung der modernen Brücke nun weitgehend wieder...
Die Galatabrücke ist bis heute eine der vom Autoverkehr am stärksten beanspruchten Stellen Istanbuls und trotz ihrer 6 Fahrspuren ein „Nadelöhr“, das durch die Atatürk-Brücke nur wenig entlastet wurde.
Geschichte.
Jahrhundert, mit dem Wachstum von Pera und der anderen Vororte nördlich des Goldenen Hornes, genügte der Fährverkehr mit Ruderbooten den Anforderungen nicht mehr.
Auch die von Sultan Mahmud II. 1836 eröffnete hölzerne "Alte Brücke" ("Cisr-i Atik", an der Stelle der heutigen Atatürk-Brücke) wurde dem Bedarf nicht mehr gerecht.
Auf Veranlassung von Valide Sultan Bezm-î Âlem, der Mutter von Sultan Abdülmecid I., wurde deshalb 1845 eine weitere Schwimmbrücke, die "Neue Brücke" ("Cisr-i Cedid") an der Stelle der heutigen Galatabrücke errichtet. 1863 wurde der erwartete Besuch Kaiser Napoleons III. zum Anlass genommen, den Holzbau zu erneuern. 18...
Diese wurde wiederum 1912 durch eine neue Pontonbrücke mit zwei Etagen abgelöst, die von der Firma MAN-Werk Gustavsburg errichtet wurde.
Von 1845 bis 1930 war die Benutzung der Brücke nicht nur für Fahrzeuge, sondern auch für Fußgänger mautpflichtig.
Von 1937 bis 1938 wurden die Pontons vom MAN-Werk Gustavsburg erneuert und die Brücke einer Generalsanierung unterzogen.
Nach einem Brand im Jahr 1992 wurde die Brücke zunächst abgebaut, und aus einigen ihrer Teile zwischen Balat und Hasköy eine Brücke errichtet, die jedoch wenig später wegen ungünstiger Auswirkungen auf den Wasseraustausch im Goldenen Horn wieder entfernt werden musste.
Dietharts ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Gemeinde Rappottenstein im Bezirk Zwettl in Niederösterreich.
Geografie.
Die Rotte liegt westlich von Roiten und linksseitig über dem Kamp.
Der Ort ist nur über Nebenstraßen erreichbar und wird von "Waldviertler Kulturpfad 665" durchquert.